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Gastroenterologie
Bedarfseinschätzung
Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes sind häufig und verursachen enorme Kosten durch ihre Behandlung und die Kosten der Arbeitsunfähigkeit. Etwa 3,5 Millionen Menschen in Deutschland leiden an einer chronischen Lebererkrankung, 5000 sterben jährlich an Leberkrebs. Die Zahl der Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen beträgt ca. 200000.
Die medikamentöse, interventionelle und operative Behandlung dieser Erkrankungen hat sich in den letzten Jahren rasch weiterentwickelt und verfeinert, so dass zunehmend Spezialwissen für ihre Behandlung und Nachsorge erforderlich ist.
Integration einer gastroenterologischen Rehabilitationseinrichtung
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen treten bei jüngeren, im Arbeitsleben stehenden Patienten auf und sind durch schubartige Verläufe gekennzeichnet. Die Schübe erfordern häufig die Behandlung in der Akutklinik, sei es zur medikamentösen, sei es zur chirurgischen Behandlung. Danach ist in der Regel eine Rehabilitationsbehandlung zur Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit erforderlich. Schwerpunkte der Rehabilitation liegen in der Physiotherapie und Ernährungstherapie. Häufig müssen die Patienten an den Umgang mit dem künstlichen Darmausgang gewöhnt und geschult werden.
Gastrointestinale Tumorerkrankungen werden operativ und medikamentös behandelt. Trotz erfolgreicher Operation benötigen solche Patienten häufiger eine Rehabilitation zur Wiederherstellung der vollen Leistungsfähigkeit als Patienten nach Operationen mit gutartigen Erkrankungen. Um diese Phasen zu überbrücken bedürfen diese Patienten häufig der stationären Pflege und ärztlichen Überwachung, ohne dass der Aufenthalt im Akutkrankenhaus zwingend erforderlich ist.
Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen, integrativen Versorgung von Patienten mit gastrointestinalen Erkrankungen
1. Die gastroenterologische Rehabilitationsabteilung der Rheintalklinik Bad Krozingen bietet alle baulichen, technischen und personellen Voraussetzungen um das beschriebene Konzept umzusetzen.
2. lm Haus wird das ganze Spektrum der internistischen Diagnostik mit Labor, Herz-, Kreislauf- und Lungendiagnostik, Röntgen und Sonographie durchgeführt.
3. Chronische Leber- und Darmerkrankung fuhren aufgrund der schlechten Stoffwechsellage sehr häufig zu einer krankhaften Abnahme der Muskelmasse und entsprechender Immobilität.
Die große physiotherapeutische Abteilung erlaubt es, diese Patienten durch ein gezieltes Aufbauprogramm wieder zu mobilisieren und erneut Muskulatur aufzubauen, die sie für den Alltag benötigen.
4. Für spezielle Fragestellungen steht ein Psychologe und eine Stomatherapeutin zur Verfügung.
5. Da chronische Darm- und Lebererkrankungen häufig auch mit Erkrankungen des Skelettsystems (Osteoporose, Arthritis ) assoziiert sind, ist die Mitbehandlung durch die im selben Haus vorhandenen orthopädische Abteilung wichtig und sinnvoll.
6. Postoperative Wundheilungsstörungen, vor allem im Bereich künstlicher Darmausgänge stellen vielfach ein großes Problem dar, das nur durch eine konsequente Wundbehandlung gelöst werden kann. Stomaversorgung erfolgt durch speziell geschulte Stomatherapeuten.





